Shavasana – nur entspannt rum liegen?

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„Nur da liegen, das liegt mir nicht!“ „Das kann doch jeder, einfach da liegen!“ „Da schlafe ich ja direkt ein, wenn ich nur daliege!“

Solche Kommentare kenne ich gut, wenn es um die Endentspannung beim Yoga geht, die wir in liegender Haltung üben – in Shavasana. Aber es ist nicht nur Daliegen, wie viele annehmen. Man sagt Shavasana, die Totenhaltung, sei die schwierigste Asana überhaupt. Da könnte wieder die Frage aufkommen: „Warum? – ist doch nur liegen!“

Na ja, so einfach ist es nicht. Wenn man sich in Shavasana ausrichtet, dann lässt man sich zunächst in Rückenlage absinken. Der Rücken und die Schultern liegen auf dem Boden und die Wirbelsäule ist gerade. Die Füße sind etwa hüftbreit auseinander und die Füße fallen entspannt nach außen. Die Arme liegen etwas entfernt vom Körper und die Handflächen sind nach oben aufgerichtet. Jetzt ziehst du noch dein Kinn leicht Richtung Brustbein und die Entspannung kann beginnen.

Durch eine Endentspannung in Shavasana am Ende einer Yogastunde kann die Energie, die du während der Yogastunde aktiviert hast, optimal durch deinen Körper fließen und sich verteilen. Die tiefe Entspannung hilft Stress abzubauen und Körper sowie Geist wieder ins Gleichgewicht zu bringen – Heilprozesse werden aktiviert, das Immunsystem unterstützt und die innere Ruhe wieder hergestellt. Das schwierigste an Shavasana ist nicht das Einrichten der Asana, sondern sich fallen lassen zu können und in die tiefe Entspannung zu kommen ohne einzuschlafen. Und aus diesem Grund ist es eben die schwierigste Asana, weil es für aktive Menschen sehr schwierig ist los zulassen, sowohl den Körper als auch die Gedanken. Das Nichtstun ist die größte Herausforderung – nichts tun, nichts denken, nur liegen und atmen.

Am einfachsten zu erleben ist diese tiefe Entspannung in einer Yogastunde, wenn dich ein geübter Lehrer durch die Endentspannung führt. So hast du Unterstützung beim Einrichten der Asana, als auch durch geführte Meditation in tiefe Ruhe zu gelangen.

Also unterschätze nicht das „Rumliegen“ in Shavasana!

 

 

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